Marathon
ByWas gibt es schöneres als einen Marathon zu laufen?!
42,195km… was soll man dazu noch sagen. Vor dem ersten steht einem die Angst ins Gesicht geschrieben und auch wenn schon der 50. Marathon am Plan steht, ein gewisser Respekt - verbunden mit einem komischen Gefühl im Magen und aufsteigender Nervosität Start, wird wohl immer noch da sein. So muss es auch sein…
Ein richtiger Marathonläufer wird man erst, wenn man ein paar hinter sich hat. Erst mit der Erfahrung wird diese Distanz leichter zu bewältigen und sein Körper führt den Läufer und nicht umgekehrt. Dies lernt man gerade bei so einer langen Distanz. Vom Start an wird versucht, auf alle Signale des Körpers zu hören um so einem verfrühten “Aufgeben” aus dem Weg zu geben.
Tipps:
Viel gibt es zu der Ernährung vor einem Wettkampf nicht zusagen. Was wichtige ist, hier kurz zusammen gefasst:
- Beschäftige dich am Freitag vor allem mit essen, achte unbedingt dass du viel Salz dabei hast und meide Rohkost. Bleib aber bei den Speisen, die du immer isst.
- Der wichtigste Tag vor dem Lauf ist der Freitag, hier schau auf die Ernährung und das du dich nicht vollkommen auspowerst. Lass dich nicht dazu verführen die Freitagnacht zum Ausgehen zu nutzen. Mit zu viel Alkohol ist die Wahrscheinlichkeit des Dehydrierens erhöht sich drastisch.
- Iss vor einem Marathon genug, nicht nur eine Semmel oder so. Du sollst dich halbwegs voll essen, was natürlich in den frühen Morgenstunden gar nicht so einfach ist.
- Iss das was du immer Frühstückst, oder etwas das du verträgst. Vollkorn und Gemüse solltest du eher meiden. Als optimal wird normalerweise ein paar Honigsemmeln als das Marathonfrühstück beschrieben. Was aber auch sicher nicht schaden würde, wären ein paar Proteine in Form von Wurst oder Milch.
- Ein spezieller Tipp ist auch ein Glas Mangosaft zu trinken, die in der Frucht enthaltenen Stoffe sollten helfen das Laktat besser zu eliminieren. Verzichte aber unbedingt auf Süßes, sowie z.B. Schocko-Crousson. Diese können ewig im Magen liegen, lassen nur den Insulinspiegel kurzfristig in die Höhe schnellen und führen so leicht zu einer Unterzuckerung.
- Eine Stunde vor dem Start, sollte nochmals eine Kleinigkeit gegessen werden. Sonst kommt schon bald nach dem Start der Hunger.
- Die Frage, ab wann man während des Marathons Nahrung zu sich nehmen sollte, ist individuell zu beantworten. Dies sollte man einfach im Training ausprobieren. wenn man etwas empfindlich ist und auch im Training nie Nahrung benötigt, sollte man erst ab KM 20 zu Gels greifen. Von nun an, muss man aber alle 5km zu einem Gel greifen. Dies am Besten in Verbindung mit einem viertel Liter Wasser. Ansonsten ist das Konzentrat zu hoch und der Magen reagiert gerade unter Belastung empfindlich.
- Trinken ist alle fünf Kilometer Pflicht, dies könnte ansonsten am Schluss zum Verhängnis werden.
- Doch das Wichtigste überhaupt ist der Kopf, hier spielt sich der wahre Marathon ab. Der Körper lässt sich leicht trainieren, doch seine Gedanken, sind gerade unter Belastung nicht mehr steuer. Wichtig sind positive Gedanken. Ein Marathon ist leicht zu schaffen, so schlimm wie er in manchen Medien beschrieben, wird er nur von Leuten dargestellt die noch nie selbst diese Distanz bewältigt haben und nur den Mythos aufbauschen möchten. Würden sonst 100.000de Menschen einen Marathon laufen können? Wichtig ist nicht an die Länge und an den angeblich kommenden Hammer zu denken. Bei Km 30 sollte der Gedanke “klasse in gerade mal 10km habe ich (wieder) einen Marathon gefinisht”. Und mit diesem Hintergrund wird bei KM 35 nochmal draufgedrückt, weil 5km doch echt nicht mehr weit sind. Und zum Schluss kommt unbedingt der Zielsprint. Hier nochmal komplett Verausgaben ist fast Pflicht und sichert einem auch ein tolles Gefühl im Ziel.
Das Ganze funktioniert aber alles nur wenn man in den ersten 10km nicht zu viel Gas gibt. Doch das bekommt man mit der Zeit in den Griff, man lernt automatisch, aus seiner Tagesverfassung das Beste zu machen. Wenn die Tagesverfassung nicht gut ist und man schon am ersten Kilometer merkt, dass heute keine Bestzeit möglich ist, sollte man sich dies eingestehen und den Marathon lieber genießen.