Die Spitzen im Training!
ByEgal bei welchen Ziel, um im Training weiter zukommen muss man sich an die Trainingsprinzipien halten. Immer wieder muss man neue Reize setzen, so kann sich der Körper, mit einer darauf folgenden Regeneration, an die neue Belastung anpassen und stärker werden. Reize könne in verschiedenen Varianten gesetzt werden. In der Ausdauer, im Gelände und natürlich auch in der Schnelligkeit.
Und in was für einem Training geht man mehr über sich hinaus als in einem Wettkampf? In der Vorbereitung immer wieder mal einen kurzen Wettkampf, in schnellem Tempo laufen. Allerdings nicht auf Maximum. Das könnte einem eher zurück schmeißen, als weiter bringen. Außerdem ist ohne Druck zu laufen, viel angenehmer und man kommt sogar hin und wieder zu viel besseren Zeiten. Am Besten eignen sich hier Volksläufe zwischen fünf und sieben Kilometer. Kürzere Distanzen sind eher kontraproduktiv. Längere Wettkämpfe hingegen fordern eine zu lange Regenerationszeit, um sie immer wieder einzustreuen.
Kurze Volksläufe sind bei Jedermann beliebt. Hier kann auch der mitlaufen, der um 20 Kilo zu viel hat und gerade mal mit dem Laufen angefangen hat. Aber auch fünf Kilometer können sich ewig ziehen, also ein bisschen Training schadet sicher nicht. Doch man muss kein Profi sein um die 5km unter 30min zu laufen, im Gegenteil dass sollte eigentlich jeder schaffen können. Für diejenigen die es nicht schaffen… wird raten dringend ihr Leben zu ändern.
Solche Läufe sind teilweise schon zur Mode geworden. Beachte man hier die Frauenläufe, tausende kreischende Frauen auf einmal. Und ganz vorne eine oder zwei Frauen, die in fast Kilometer weitem Abstand der Masse davon laufen und sich trotzdem Wahnsinnig über den Sieg freuen, auch wenn eigentlich keine Konkurrenz dabei war. Hier wäre es wohl besser, wenn keine Asse am Start stehen. So könnte sich wenigstens mal eine unbekannt Freizeitläuferin wie verrückt freuen.
Aber Gott sei Dank sind nicht alle Veranstalter so Mediengeil und so ist es bei vielen Volksläufen möglich, als halbwegs guter Läufer einen Stockerlplatz zumachen. Mann braucht nur die Silvesterläufe ansehen. Bei manchen werden sogar extra Kenianer eingekauft um eine gute Endzeit zu erzielen, oder auch wenn einer schon zum zehnten Mal gewonnen hat und keine Konkurrenz dabei ist, wird keinem anderen der Vortritt gelassen. Doch ist es nicht schön, wenn einer mit voller Freude dass erste Mal auf der Bühne steht und einen Pokal bekommt. Ein Sieg mit echter Anstrengung.
Bei einem solchen Lauf ist die Konkurrenz hautnah. Während des Laufes sieht man oft seinen Vorläufer und da die Teilnehmeranzahl oft ziemlich gering ist, ist ein Überholen leichter möglich. Falls es aber noch weit bis zum Ziel ist und man schon ziemlich am Maximum unterwegs ist, bring es nichts jetzt voll nach vorne zu schießen um ein paar Meter später entkräftet aufgeben zu müssen. Besser ist hier hinter der Konkurrenz her zulaufen. Immer wieder mit Geräuschen auf sich aufmerksam zu machen, um den Rhythmus zu stören und auf den letzten 500m mit einem Lächeln vorbei zu laufen.