Laufend durch Wien
ByDer Vienna-Marathon - der bekannteste und Teilnehmer stärkste Marathon Österreichs. Von überall her strömen die Läufer an dieses einem Sonntag nach Wien. Bei vielen ist es DER Saisonhöhepunkt im Jahr. Tausende Menschen stehen nervös am Start, viele zum ersten Mal in ihrem Leben. Alle haben sie nur ein Ziel, so schnell wie möglich die 42,195km hinter sich zu bringen. Doch bis dorthin ist es noch ein langer Weg. Schon nach dem Start laufen die ersten mal vollgas weg, was sie dann später bereuen werden. die vernünftigen jedoch laufen mal gemütlich los und warten bis ihr Körper nach mehr Geschwindigkeit schreit. Doch dann darf mal ein bisschen Gas gegeben werden. Doch hier muss man aufpassen und seinen Körper gut kennen. Wie man so schön sagt man muss das Laktat spüren können. Nur wenn man seinen Körper gut kennt, kann man wirklich wissen wie schnell man laufen darf.
Nun gehts weiter, von der einen Verpflegung zur anderen und von einer Sehenswürdigkeit zur anderen. Vorbei am Wiener Burgtheater, entlang der Praterallee und schnell erhascht man noch einen Blick auf die Volksoper Wien. Umso länger man unterwegs ist, umso mehr spürt man die kleinen Steigungen in den Beinen. Man kennt die Läufer rund um sich und überholt meist die selben, die einen ein paar Kilometer später wieder einholen.
In Gedanken versucht man sich ständig zu motivieren, denn Aufgeben gibt es nicht. Schon bald werden die Füße schwer. Doch der Kopf ist hart und jeder der schon mehrere Marathon in den Füßen hat weiß, dass sich das Gefühl wieder ändern wird. Denn positive Gedanken sind beim Marathon der einzige Weg ins Ziel. Und siehe da, schon ein paar Kilometer später fühlt man sich wieder unverwüstlich. Und mit dem Wissen es zu schaffen, ist man bald bei Km 35. Hier kommt bei manche die Angst vor dem immer wieder erwähnten Hammer. Doch mit der richtigen Motivation “es doch echt nicht mehr weit” oder “juhuu, ich habe es geschafft”, läuft man sicher durchs Ziel. Jetzt gibt es nur noch eins was zu tun ist: den nächsten Marathon planen.